SÄCHSISCHE ZEITUNG

Südländisches Flair durch die Flamenco-Gitarre nahegebracht

Oscar Guzmán gastierte mit Eigenkompositionen im Haus Hoflössnitz

Können Sie sich noch daran erinnern? Haben Sie es schon einmal, vielleicht im letzten Sommerurlaub, erlebt? Oder steht Ihnen Ihre Phantasie bei, um sich die besondere Atmosphäre inmitten von Rhythmus und scheinbar südländischem Duft vorstellen zu können? Ja? Dann spüren Sie gewib auch diese intensive Wärme, sehen die Farben des abendlichen Himmels und hören den Klang der Gitarren, welcher Gedanken und Sehnsüchte aus der kleinen Bodega heraus trägt. Angenehme Empfindungen, wie wir sie doch alle kennen, die besonders dann wieder erwachen, wenn es draussen oder in uns kalt und ungemütlich ist, Gefühle, die neu belebt werden können, durch ein ähnliches Erlebnis.

Alt und jung wurde mitgerissen 

Alle Besucher des kürzlich im Museum "Hoflössnitz" stattgefundenen Sonderkonzertes, schienen dieses dann auch wirklich gefunden zu haben. Im Festsaal, der über die Normalplätze hinaus gefüllt war, sassen vier-bis 75jährige zusammen, liessen sich eineinhalb Stunden mitreissen von einem Mann, welcher in Fachkreisen als erstklassiger Interpret eben jener Flamenco-Gitarre bezeichnet wird.(...)

Musik, welche teils wohl seinem eher zurückhaltenden Wesen entsprungen sein mag, streichelnde Töne, die von einem aufmerksamen, oftmals reglos verharrenden Publikum dankbar angenommen wurde. (...)

Erste Deutschlandtournee für den Virtuosen 

(...). Seine bizarren und ausdrucksstarken Kompositionen sowie seine gitarristische Professionalität liessen ihn bereits jetzt schon zu einem bekannten Vertreter dieser Musikrichtung werden. Guzmán, der auch die nach "Hoflössnitz" Gekommenen vorzugsweise mit Klängen im Ausdruck seines Alters begeisterte, (...).

(...) ist es im übrigen die erste Deutschlandtournee. Eine, die wie er selbst sagt, keineswegs bereut hat: "Ich würde sehr gern wiederkommen!" 

Catharina Schäfer